Erfassung von EC-Karten-Umsätzen im Kassenbuch

seit vielen Jahren war es – und ist es teilweise immer noch – in der Praxis üblich, die gesamten Tageseinnahmen im Kassenbuch zu erfassen, unabhängig davon, ob die Kunden bar oder per EC-Karte bezahlen.

Das Bundesfinanzministerium hat zwischenzeitlich mit Schreiben vom 29.06.2018 klargestellt, dass im Kassenbuch ausschließlich Barbewegungen zu erfassen sind. Das Kassenbuch muss daher so beschaffen sein, dass der Soll-Bestand (laut Kassenbuch) jederzeit mit dem Ist-Bestand (tatsächlich vorhandener Bargeldbe-stand am Tagesende) verglichen werden kann. Sinn und Zweck eines Kassenbuches ist schließlich die Dokumentation des jeweils aktuellen Bargeldbestands in der Kasse. Aus diesem Grund stellt die Erfassung von EC-Karten-Umsätzen im Kassenbuch einen formellen Mangel dar.

Bitte achten Sie daher (spätestens) ab sofort darauf, dass im Kassenbuch ausschließlich die Bareinnahmen des jeweiligen Tages erfasst werden. EC-Karten-Umsätze dürfen nicht (mehr) als Einnahme im Kassenbuch eingetragen werden.

Hierzu ein Beispiel:

An einem Tag werden insgesamt Waren im Wert von 1.000,00 € verkauft (davon 950,00 € mit 19% USt. und 50,00 € mit 7% USt.). Die Kunden bezahlen 700,00 € bar und 300,00 € über EC-Karte.

In diesem Fall dürfen nur 700,00 € als Einnahme im Kassenbuch eingetragen werden. Die 300,00 €, die über EC-Karte bezahlt wurden, werden nicht im Kassenbuch erwähnt.

Fügen Sie den Buchhaltungsunterlagen vielmehr den Z-Bon und, sofern vorhanden, die Wochen- bzw. Mo-natsstatistik aus Ihrer Kasse bei, damit wir die einzelnen Tagesumsätze korrekt verbuchen können.

Sofern Sie die Buchungen aus Ihrem Kassensystem nicht elektronisch in unser Buchhaltungssystem überspielt können, müssen wir nun (wesentlich aufwändiger) 4 Buchungen vornehmen, da wir die Tageseinnahmen über ein Verrechnungskonto einbuchen müssen.